Ei,Ei ...

... ist mir nicht EInerlEI. Tagelang mit der Kamera das Ei von allen Seiten beäugt.


Den roten Kübel mit weißer Farbe vom Dachboden geholt. Ein braunes Ei weiß gefärbt. Das Ei neben einer Tulpenblüte. Die Formen verglichen. Das in Farbe eingetunkte Ei entfärbt, gewaschen, gekocht und es mit Genuss langsam gegessen, gekrönt mit nussigem Kernöl. (Der Brexit kam mir in den Sinn, einmal aufgeschlagen und verrührt lässt sich der Dotter nicht mehr vom Eiweiß trennen.)


Im Schwarz-Weiß-Modus erinnert das Ei an die Sichel des Mondes. Mit der Vogelfeder, der Holzskulptur werden Symbole geweckt, jene von Fruchtbarkeit, Ostern, des ewig Weiblichem. Einge-locht rückt es die Bürokratie des Alltags ins Licht. Das Ei, "vejce" im Tsche-chischen, ein Neutrum wie im Deutschen.

März 2019, Augnerin

        AUGnerin. Den eigenen Weg finden. Alltäglich. Fotos, Text ©zeitzugImpressum Renate Milena Findeis