Der Friedhof im Stadtviertel Smíchov, Prag 5, wurde im Jahre 1786 als Begräbnisstätte für die am linken Moldau Ufer liegenden Stadtteile Kleinseite, Hradschin, Prager Burg, Smíchov und Košíř eingeweiht. Bedingt durch das Anwachsen der Bevölkerung,verschiedenen Stadt-Umstrukturierungen wurde der Friedhof 1885 geschlossen. Die Wiederöffnung für die Öffentlichkeit hat der 2011 gegründete Verein zur "Rettung des Kleinseitner Friedhofs" erwirkt. Der Kleinseitner Friedhof gleicht einer Freilichtgalerie bedeutender Skulpturen vom Anfang bis Mitte des 19. Jhds. Viele Grabmäler sind von mehreren Generationen der Bildhauerfamilien Platzer, Josef Malínský, Josef und Emmanuel Max, Václav Práchner, F. Linn, F. Pischelt, J.L. Kranner signiert. Bettler, Insassen der Irrenanstalt, Angehörige von Patrizierfamilien, Kirchenorden, Hoch- und Kleinadel, Gründer der ersten Industriebetriebe Prags fanden hier ihre Ruhestätte. Aktuelle Öffnungszeiten, Veranstaltungen am Friedhof unter Malostranský hřbitov. Führungen in deutscher Sprache bietet  Dipl.Ing. Gabriela Kalinová, Vorstandsmitglied des Vereins zur  Rettung des Kleinseitner Friedhofs und  Mitautorin des 450 Seiten umfassenden Buchs "Malostranský - hřbitov historie a současnost", an.  Prag, Februar 2022

KLEINSEITNER FRIEDHOF, PRAG SMÍCHOV
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